Leistungshoch mit Nachwuchssorgen

1980 - 1990

Die Zeit ab Ende der 1970er Jahre war geprägt von einer erschreckenden Entwicklung im Mitgliederbestand der Handballabteilung (zwischen 1978 und 1988 verloren wir gut die Hälfte der Mitglieder) und in der Jugendarbeit sowie dem sportlichen Niedergang beim Männerhandball. Nur vordergründig wurde die Gratwanderung am Rande der Existenzfähigkeit durch die Erfolge im Frauenbereich aufgefangen. Nachdem 1976 aufgrund des engagierten Einsatzes von Lothar Oppenberg, der am Nicolaus-Cusanus-Gymnasium sogar Handball unterrichtete, neun Jugendmannschaften am Spielbetrieb teilnahmen, gingen die Mannschaftszahlen von Jahr zu Jahr zurück.

     
Zur Saison 1981/1982 wurde die zweigleisige 2. Bundesliga eingeführt. Damit gab es folgende Handball-Spielklassen: 1. Bundesliga, 2. Bundesliga, Regionalliga, Oberliga, Landesliga, Verbandsliga, Kreisliga, 1. und 2. Kreisklasse.

Nachfolger von Hans Peter Oelmeier als Abteilungsleiter wurde Norbert Seelig (1981-1982), dem zunächst Dietrich Putz (1982-1987) und dann Rudolf Geschwandtner (1988-1995) nachfolgten. 

Besonders erfolgreich waren Anfang der 1980er Jahre auch die Nachwuchshandballerinnen. So wurde die weibliche Jugend sowohl 1983 als auch 1984 Kreismeister und qualifizierte sich für die Oberliga.

GTV wA - Kreismeister 1983/1984
Die weibliche A-Jugend Kreismeister 1984: (hinten v.l.) Susanne Fredebeul, Petra Rieck, Ersatztrainer Lothar Wagner, Sabine Jenne, Ellen Breit, Brigitte Jacobi, Claudia Krämer, (vorne v.l.) Rotraut Hücherig, Monika Koch, Jutta Wagner, Manuela Eggert, Marita Friedrich, (davor) Torfrau Nicole Klein. Auf dem Bild fehlt: Trainerin Bettina Trimborn

GTV 1. Damen gegen Russland
In der restlos ausverkauften Halle in Neustadt sahen 1983 über 900 Zuschauer das Freundschaftsspiel der GTV-Damen gegen den amtierenden Weltmeister (1982) und Olympiasieger (1980) UdSSR. [Foto: Sportfreunde Neustadt]

GTV 1. Damen
Die Damenmannschaft des Godesberger TV. [Foto: Bonner Rundschau]

Erfreulich verlief die Entwicklung bei unseren Damen, die Ende der 1980er Jahre die Nummer Eins im Großraum Bonn waren. Das Niveau konnte aber wegen des fehlenden eigenen Nachwuchses nur durch Zugänge aus den Reihen anderer Vereine gehalten werden.

Dagegen spielte 1988 im Jugendbereich – nach der Auflösung der weiblichen C-Jugend – nur noch eine männliche A-Jugend mit knappem Kader, deren Auflösung sich aber altersbedingt bereits abzeichnete. Gleichzeitig erlebte die letzte von zuvor drei Herrenmannschaften das bei Sportlern so befürchtete "Durchreichen" von der Oberliga bis in die Kreisliga.

Eine gemischte Minigruppe um Biggi Schneider wurde im Sommer 1988 die Keimzelle für den Neuanfang im Jugendbereich.

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